Dichten.de - Ein Projekt von gedichteforen.de
Startseite Startseite Kontakt Kontakt Impressum Impressum
» Registrieren       » Passwort vergessen?
Startseite » Rezensionen Übersicht

Rezensionen Übersicht Rezensionen Übersicht

Vom 06.06.2006 09:16
Mehr ...
Rezension von Nachts vor der Eiche (Oliver Thomys) Ich träume mich in ihren sanften Armen -
Und seh mich durch die kalten Wälder taumeln:
Mag sich die Liebe meiner nicht erbarmen,
So will ich hier an dieser Eiche baumeln.
Die Angst lässt meine Kniee schlottern,
Und Tränen streicheln mein Gesicht;
Benommen höre ich mich stottern:
Ich kann das nicht! Ich will das nicht!

Verloren steh ich vor der finstren Eiche;
Nun wird mir jeder Schritt ein zähes Ringen.
Im fahlen Mondlicht schaukelt meine Leiche,
Das wünsch ich mir und kann mich doch nicht zwingen.
Mein Herz, das ich gebrochen glaubte,
Jetzt faucht es wild und scheußlich auf;
Der Zweifel, der den Mut mir raubte,
Er hemmt mich nun in meinem Lauf.

Ich seh mich schon im kalten Walde baumeln -
Und träume mich in ihren sanften Armen.
Die Eiche mag mich jämmerlich erbarmen:
Sie muss allein im strengen Nachtwind taumeln.
Denn bleibt mein Mühen stets vergebens,
Es sei mir letztlich einerlei;
Das Leid ist Teil des frohen Lebens -
So bin ich glücklich, bin ich frei.

Geschrieben von Udo Weigel (15.06.2006 15:17)
Hmmm. sollte ich hier der erste sein?
Der erste, der seinen Senf zu einem Gedicht abgibt?

Ich denke, es macht keinen Sinn hier auf die Reimform oder das Metrum einzugehen. Letzteres ist jedenfalls sauber!

Für mich persönlich ist wichtig, dass ich beim Lesen den Rythmus spüre, dass die "Geschchte" welche das Gedicht erzählt, mich fesselt. Ich will Bilder sehen.
Auch, möchte ich, dass in mir eine schöne Stimmung entsteht und nachklingt.
Fast wie ein Lied, das mich als "Ohrwurm" noch eine Weile "verfolgt".
Im vorliegenden Werk ist dies für mich der Fall.
In Strophe 1 bekam ich zunächst Angst, es könnte tragisch enden.
Doch Gottlob, entschied sich der Autor für ein Happy-End mit einem kleinen erhobenen Zeigefinger. oder auch Moral, wenn man so will.

Es gehört zu den Gedcihten, die ich immer wieder lesen kann.
Und jedesmal Freude daran habe.
So wie ich auch einen guten Film mehrmals ansehe oder auch ein gutes Buch erneut aus dem Regal hole.

Gruss

Udo

Geschrieben von Johann Zelsius Bockba (01.08.2008 11:55)
Auch ich bin sehr angetan von disem Gedicht. Es liest sich wunderbar, die Bilder dazu stimmen.
Kann mich im großen und ganzen nur dem bisher gesagten anschließen.
Dieses Kunstwerk kann man immer wieder lesen. Es ist wunderschön. Man spürt das Gefühl, die Stimmung. Man wird eins mit dem Gedicht.

Nur weiter so.

mfg
Johann

Neuer Kommentar
Kommentar